Verabschiedung im Hause Schäfer von Lu, Laura, Alex und Anna Lua :)

Abschiedsbrunch 26.06. runder Tisch 2Abschiedsbrunch 26.06., EsszimmertischAbschiedsbrunch 26.06., runder Tisch 3Abschiedsbrunch 26.06., Abschiedsbild 2Wir Herbergseltern, Armin und Ilka Schäfer mit Tochter Sina, haben im Bti Teil- und Vollzeitinternat Grünberg e. V. die Vollzeitinternatsschülerinnen Luana Rodefeld, Laura Zdravevska, Alexandra Wilke und Anna Lua Döring-Speranza in gemütlicher Runde, mit Eltern und Freunden, verabschiedet. Alle Mädels haben 2 bis 5 Jahre im Hause Schäfer gelebt und dort eine wichtige Zeit verbracht. Jetzt haben Unsere Mädels ihr Abitur geschafft und gehen nun mit einem lachenden und weinenden Auge ihren eigenen Weg. Es war eine bewegende Abschiedsfeier. Für uns Herbergseltern ist es ein schwerer Abschied, es war eine lange Zeit mit unseren Mädels. Liebe Lu, Laura, Alex und Anna Lua wir wünschen Euch für die Zukunft alles Gute und vielleicht denkt Ihr ab und zu an die Zeit in Grünberg und an uns zurück. Alles Liebe für Euch, Eure Schäfers

Führungswechsel: Jens Becker neuer Präsident am Grünberger Basketballinternat – „Ex-Chefin“ Kerstin Gahmig verabschiedet

Nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit als Präsidentin vom Grünberger Basketball Teil- und Vollzeitinternat (BTI) wurde bei der Jahreshauptversammlung Kerstin Gahmig verabschiedet und Jens Becker zum neuen BTI-Vorsitzenden gewählt.
Der 2. Vorsitzende Herbert Stündl würdigte in einer emotionalen Rede die herausragenden Leistungen von Gahmig und überreichte ein Abschiedsgeschenk im Namen des gesamten Vorstandes.
Darüber hinaus wurde die weitere Führungsriege mit Geschäftsführerin Birte Schaake, Kassenwart Bernd Decher und Schriftführerin Jutta Decher einstimmig wiedergewählt.

Die hauptamtliche BTI-Cheftrainerin Aleksandra Kojic betonte in ihrem Jahresbericht, dass momentan in allen Jugendnationalmannschaften Spielerinnen vom Grünberger Basketballinternat vertreten seien. Landestrainer Ebi Spissinger würdigte in der Versammlung den hohen Stellenwert der Grünberger Einrichtung für den Hessischen Basketball Verband und bedankte sich bei allen „Ehrenamtlichen“ für deren Unterstützung.

Der neue Präsident betonte in der Antrittsrede seine „hohe Motivation für das neue Amt“ und möchte vor allem die Voraussetzungen für ein unbefristetes Arbeitsverhältnis der Cheftrainerstelle schaffen.

BtiVorstandGahmiglinkes Bild: Der 2. BTI-Vorsitzende
Herbert Stündl  überreicht der scheidenden Präsidentin Kerstin Gahmig ein Abschiedsgeschenk

rechtes Bild: Die BTI-Führungsriege (v.l.n.r.) Bernd Decher (Kassenwart), Birte Schaake (Geschäftsführerin), Jens Becker (Präsident), Jutta Decher (Schriftführerin) und Herbert Stündl (2. Vorsitzender) wurden bei der JHV
einstimmig gewählt.

 

Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung des Basketball Teil – und Vollzeit Internats Grünberg e.V. findet am

Donnerstag, dem 12.Mai.2016, um 18:30 Uhr im Restaurant Gallushalle, Gießener Str.45, 35305 Grünberg

statt. Hierzu laden wir Sie recht herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen.

Tagesordnung

1. Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung, Anwesenheit und Beschlussfähigkeit

2. Jahresbericht des Vorstandes gemäß § 5 Abs. 2 a unserer Satzung
a) Bericht der Vorsitzenden
b) Bericht des Kassenführers
c) Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres

3. Bericht der Kassenprüfer gemäß § 5 Abs. 2c unserer Satzung

4. Entlastung des Vorstandes gemäß § 5 Abs. 2b unserer Satzung

5. Bestellung des Wahlausschusses und Neuwahlen des Vorstandes (s.u. Punkte a bis e) gemäß § 5 Abs. 2d unserer Satzung
a) 1. Vorsitzender
b) Geschäftsführer
c) Beisitzer
d) Kassenprüfers
e) Schatzmeisters

6. Beschlussfassung über Anträge des Vorstandes und Anträge der Mitglieder, die dem Vorstand schriftlich bis spätestens drei Tage vor der
Mitgliederversammlung vorliegen müssen (gemäß § 5 Abs. 2 e unserer Satzung)

7. Verschiedenes

Freundliche Grüße

gez. Kerstin Gahmig. 1. Vorsitzende / gez. Bernd Decher, Schatzmeister

Bender Baskets verabschieden BTI-Vollzeitschülerinnen Luana Rodefeld, Laura Zdravevska und Alexandra Wilke „Sprungbrett für die Fortsetzung iher sportlichen Laufbahn“

Abi-Plakat

Für drei unserer Vollzeitathletinnen endet in diesem Frühjahr mit der Abiturprüfung an der Theo-Koch-Schule nicht nur die schulische Ausbildung. Gleichzeitig machen Luana Rodefeld, Laura Zdravevska und Alexandra Wilke in ihre sportlichen Karriere den nächsten Schritt und wurden beim letzten Heimspiel der Bender Baskets bereits offiziell verabschiedet. Dies gilt auch für Teilzeitschülerin Henriette Gahmig, die ebenso wie „Alex“ Wilke ein Stipendium für ein US-College erhalten hat.

„Abschiede fallen immer schwer, aber das Internat ist für unsere Schülerinnen eine Zwischenstation und gleichzeitig das Sprungsprett für die Fortführung ihrer sprtlichen Laufbahn in der 1. Bundesliga oder im Ausland“, so die Geschäftsführerin am Grünberger Teil- und Vollzeitinternat (BTI) Birte Schaake.

Für die hauptamliche BTI-Cheftrainerin Aleksandra Kojic wird es künftig keine Doppelbelastung in Internats- und Vereinsarbeit mehr geben, da Sie definitiv in der kommenden Spielzeit als Trainerin für die Bender Baskets nicht mehr zur Verfügung steht.

Am Grünberger Internat ist man in Punkto Weiterverpflichtung von „Aleks“ Kojic sehr optimistisch :“Wir sind sehr daran interessiert, dass Aleks ihre erfolgreiche Arbeit in unserer Einrichtung fortsetzt und haben bereits positive Signale von ihr erhalten.“Gleichzeitig läuft der Rekrutierungsprozess neuer Talente auf Hochtouren. Nach Abschluss der Vorstellungsgespräche wird man sicherlich in Kürze die neuen Internatsschülerinnen vorstellen können.

 

 

 

 

 

 

Klara Römer und Emilia Arnheiter belegten den 5. Platz mit dem 2002er-Hessenkader in Braunschweig

Beim diesjährigen Wettbewerb „Talente mit Perspektive“ (Jahrgang 2002) belegte Team Hessen in Braunschweig einen 5. Platz. Für Klara Römer (# 7) und Emilia Arnheiter  (#11)  beide TSV Grünberg und noch Jahrgang 2003, war es gleichzeitig das erste „große“ Turnier im Trikot der Hessenauswahl.

„Das Ing-DiBa-Turnier hat gezeigt, das wir in Hessen momentan mit dem Jahrgang 2002 noch nicht mit den Spitzenverbänden Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin und Bayern mithalten können. Es liegt viel Arbeit vor uns. Emilia und Klara haben ihre Sache gut gemacht und werden von den Spielen auf diesem hohen Niveau profitieren“, so HBV-Landestrainer Ebi Spissinger.

Endstand:
1. Nordrhein-Westfalen 1Klara Emilia
2. Niedersachsen
3. Nordrhein-Westfalen 2
4. Hamburg
5. Hessen
6. Rheinland-Pfalz/Saarland

Grünberger Internats-Basketballcamp ein großer Erfolg – Bundestrainer Mienack als Gasttrainer

In der letzten Ferienwoche veranstaltete das Basketball Teil- und Vollzeitinternat Grünberg (BTI) vom 05. bis zum 07.Januar erstmalig ein Neujahrscamp. Unter der Leitung von BTI-Head-Coach Aleksandra Kojic und Bundestrainer Stefan Mienack trainierten 29 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 16 Jahren diverse Aspekte des Basketballspiels.Die Teilnehmer rekrutierten sich neben den Spielern des TSV Grünberg auch aus den umliegenden Vereinen wie z.B. Wieseck und Alsfeld. Das Trainerteam bestand aus BTI-Spielerinnen und der „Importspielerin“ der Bender Baskets Maria Blazejeski. Der Trainingstag begann mit einem intensiven „Warm-up“ mit Maria, um dann anschließend an den individuellen Fertigkeiten Dribbeln, Passen und Fangen sowie Werfen zu arbeiten. Das Erlernte wurde anschließend im Kleingruppentraining angewandt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, durften die Campteilnehmer die Trainingsinhalte beim „echten“ Spiel 5 gegen 5 umsetzen.

Die Athleten und Coaches haben gemeinsam drei tolle Tage verbracht. Unsere Internatsspielerinnen haben mit viel Enthusiasmus und Engagement ihr Basketballwissen an die Kinder weitergegeben.

Die Campteilnehmer nahmen neben dem neu erworbenen Basketballwissen ein vom Förderkreis Basketball gesponsertes Camp-T-Shirt und eine Trinkflasche des Injoy Studios mit nach Hause.

„Das Camp war eine sehr gelungene Veranstaltung und wird künftig regelmäßig angeboten. Wir waren begeistert von der hohen Motivation der Kinder“, so Cheftrainerin Aleksandra Kojic.

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„Volles Haus“ bei DBB-Coach-Clinic mit Bundestrainer Stefan Mienack am DBB-Stützpunkt in Grünberg

Knapp 90 Trainerinnen und Trainer folgten am vergangenen Samstag, den 9. Januar 2016 der Einladung zur DBB-Coach-Clinic am DBB-Leistungsstützpunkt in Grünberg. Jugend-Bundestrainer Stefan Mienack referierte von 09:45 Uhr – 18:00 Uhr über das Thema „Ausbildung im weiblichen Nachwuchsbereich in den Jugendnationalmannschaften des DBB“.

Als „Demoteam“ fungierten Spielerinnen vom Basketball Teil- und Vollzeitinternat Grünberg und WNBL-Team Mittelhessen.
Die für die Organisation verantwortliche HBV-Vizepräsidentin und BTI-Geschäftsführerin Birte Schaake, zeigte sich nach der Veranstaltung begeistert:“Stefan und die Mädels haben einen super Job gemacht und ich bin sicher, dass alle Teilnehmer der Coach-Clinic mehr als zufrieden nach Hause fahren.“

Die BTI-Verantwortlichen kündigten an, dass man sich bereits mit einer weiteren Trainerfortbildung für den weiblichen Leistungssport beschäftige.Coachklinik1cochklinik2coachklinik3cochklinik4coachklinik5coachklinik6

Bender Baskets: Defense ist eine Sache des Stolzes

(gae) Aleksandra Kojic hat viel erlebt in ihrem 30-jährigen Wirken im Basketball – als Spielerin und Trainerin.
Seit rund einem Jahr coacht sie den Frauen-Zweitligisten Bender Baskets Grünberg. AleksandraKojic
Für die 46-jährige gebürtige Belgraderin ist die Weiterentwicklung von Spielerinnen nicht alles,
sie versucht auch, Werte zu vermitteln.

Was Gesundes beim Interview: Basketball-Trainerin Aleksandra Kojic genießt einen Tee mit frischer Minze und Ingwer.

Wenn Aleksandra Kojic über Basketball redet, erkennt man die pure Leidenschaft über diesen Sport in ihren Augen. Die 46-Jährige hat schon einige Stationen hinter sich – erst als Profispielerin, später als Trainerin in der Frauen-Bundesliga und im weiblichen Bereich beim Deutschen Basketball-Bund. Seit 2013 ist sie als hauptamtliche Trainerin beim Basketball-Teil- und Vollzeitinternat in Grünberg tätig, Ende 2014 übernahm sie den ortsansässigen Frauen-Zweitligisten Bender Baskets. Die U20-Bundestrainerin gilt als Verfechterin der Nachwuchsförderungs-Philosophie.

Sie haben ein basketballfreies Wochenende hinter sich. Wie haben Sie es genutzt?

Aleksandra Kojic: Ich war auf Langeoog. Das ist meine Lieblingsinsel. Damals, als ich in Dorsten Bundesliga-Trainerin war, habe ich das als Auszeitinsel für mich entdeckt. Und ich brauchte dringend eine Auszeit. Zu Hause kann ich das nicht. Da fällt es mir schwer, weil die Arbeit immer präsent ist.

Mit drei Siegen aus zehn Spielen liegen Sie mit Ihrem Team im Elferfeld auf Rang neun. Sind Sie damit für sich im Soll?

Kojic: Für mich nicht. Aber als Klub schon, weil unser Ziel ist, mit dieser Mannschaft nicht abzusteigen. Aber ich bin nicht zufrieden, weil wir mindestens zwei Spiele mehr hätten
gewinnen können. Wir hatten das Spiel in Berlin durch eine wirklich krasse Schiedsrichterfehlentscheidung verloren. Dann haben wir die Partie gegen Braunschweig unnötig verloren und letztens das Match gegen Wuppertal. Es sind sicherlich zwei, drei Siege mehr eingeplant gewesen, dazu hätten wir aber unsere Normalleistung abrufen müssen. Das haben wir nicht getan.

Und wie sehen Sie die Liga insgesamt?

Kojic: Über die bin ich überhaupt nicht amüsiert. Ich finde die Tendenz, so viele ausländische Spielerinnen dort zu engagieren, nicht gut – vor allem in meiner Funktion als U20-Nationaltrainerin. Ich sehe unsere deutschen Spielerinnen überhaupt nicht spielen. Das ärgert mich, und ich glaube auch nicht, dass es dem Frauen-Basketball guttut.

Was zeichnet Ihre Mannschaft aus, und was ist verbesserungswürdig?

Kojic: Begeisterungsfähigkeit zeichnet sie aus. Sie wollen besser werden und versuchen, die konzeptionellen Dinge mit hoher Intensität umzusetzen. Es gibt aber eine Sache, die ich nicht verändern kann. Das ist das Alter. Die Spielerinnen sind einfach jung und dadurch sehr unerfahren. Bei uns in der Ersten ist Luana Rodefeld, die im Dezember 18 wird, Laura Zdravevska, Kira Barra oder Annemarie Potratz. Ich finde es aber gut, dass wir mit jungen Leuten spielen. Das sind wirklich Kinder im Vergleich zu den anderen Teams. Aufgrund ihrer mangelnden Erfahrungen und ihrer Jugend haben sie noch nicht so oft konzeptionell gespielt. Da stoßen sie zuweilen an ihre Grenzen, aber versuchen auch, diese Grenzen zu durchbrechen. Das finde ich toll.

Können Sie denn Ihre Basketballphilosophie auf die Mannschaft transferieren?

Bender Baskets: Defense ist eine Sache des Stolzes
Kojic: Ja, zum Teil schon. Meine Mannschaften haben immer schnell gespielt. Das fehlt mir teilweise, weil die Mädels noch nicht in der Lage sind, das über 40 Minuten zu machen. Das kommt auch daher, weil viele von ihnen in den alten Mustern sind oder dass sie denken, sie müssten sich ein bisschen schonen, weil sie lange spielen wollen. Das geht natürlich nicht. Das breche ich auf.

Und in der Verteidigung?

Kojic: Wir spielen einmal die Verteidigung, in der du individuell die Gegenspielerin stoppen musst, aber das muss auch im Gesamten greifen, damit am Ende eine gute Teamdefense rauskommt. Diesbezüglich sind wir auf einem guten Weg. Was ich mir wünsche, ist bedingungslose Hingabe – und das wissen alle, die mich als Spielerin gekannt haben. Nicht umsonst war mein Spitzname in Marburg der ›Löwe vom Balkan».

Das hört sich gefährlich an.

Kojic: Für mich ist in der Defensive Eins-gegen-eins eine Sache des Stolzes. Das soll jetzt nicht falsch aufgefasst werden, weil Stolz in Deutschland immer so negativ definiert ist. Es geht darum, einen Gegenspieler zu stoppen, und man darf nicht denken, das ist mir jetzt egal, das macht schon der nächste. Es ist mir im Training nicht egal, wenn man einen Liniensprint macht und dabei die Linie nicht berührt. Das machen meine Spielerinnen nicht mehr. Das haben sie einmal gemacht – und dann wussten sie, dass das nie wieder passieren wird. Das ist auch ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Tendenzen. Da versuche ich, entgegenzuwirken. Denn es geht auch um Vertrauen, es geht um Loyalität, es geht darum, für andere da zu sein. Das ist das, was ich auch beibringen will. Diese Werte kann man vermitteln. Und ich lebe diese Werte und hoffe, dass meine Spielerinnen zumindest einen Teil davon mitleben. Es geht nicht darum, Werte aufzuzwingen, sondern sie zu erklären, warum sie wichtig in der Gesellschaft sind.

Welche Talente haben Sie in Grünberg im Fokus, die den Sprung in den Profisport und mittelfristig auch in die deutsche Nationalmannschaft schaffen könnten?

Kojic: Wir sprechen von den Bender Baskets. Die nächste, die in die Bundesliga kommen wird, ist Luana Rodefeld. Sie ist in Marburg schon im Bundesliga-Kader und trainiert dort zweimal in der Woche mit. Und wer es von den Jüngeren wirklich schaffen könnte, sind Paula und Charlotte Kohl. Die beiden sind außergewöhnliche Talente mit einem sehr guten familiären Hintergrund. Die Eltern haben Basketball gespielt – sie wissen, wie Leistungssport funktioniert. Zusätzlich kommt dazu, dass beide schlaue Mädchen sind. Paula ist bei uns im Internat. Sie lebt zu Hause, aber geht bei uns zur Schule. Das ist eine Spielerin, bei der man sagen könnte, dass das Mädchen einmal nationale Spitze wird. Aber man weiß bei Frauen ja nie.

Wie meinen Sie das?

Kojic: Man muss dazu sagen, dass das Standing des Frauen-Basketballs in Deutschland nach wie vor schlecht ist. Die Spielerinnen sind meist keine Profis. Und wenn sie es sind, verdienen sie nicht viel Geld. Wir haben genug Mädchen, die es vielleicht nie in die Bundesliga schaffen werden oder es in die zweite Bundesliga als Rollenspielerin schaffen, aber die sind genauso förderungswürdig. Wir sind in Grünberg im Basketball-Internat dafür da, die Top-Talente zu fördern, aber auch, um die Mädchen zu fördern, die irgendwann mal Bundesliga spielen werden, ohne dass sie den Adler auf der Brust haben.

Haben Sie Basketball nicht manchmal einfach satt?

Kojic: Ja, das ist normal. Jeder von uns, der viel arbeitet, hat Momente, in denen er sagt, ich bin jetzt müde und brauche einen freien Kopf. Die Auszeiten früher waren kürzer. Da ging es um ein paar Stunden. Heute muss ich auch dem Trainingsalter Tribut zollen. Ich bin 46. Ich bin nicht alt, aber ich bin als Trainer schon lange dabei. Ich liebe den Sport nach wie vor. So lange meine Gesundheit mitmacht, mache ich weiter.

Wie regenerieren Sie?

Kojic: Mit Freunden viel machen, Theater, Oper. Aber ich habe mir auch immer meine Auszeiten genommen. Ich war in Nepal. Ich habe als Kind damals in Jugoslawien in den frühen 80ern eine Reportage über Tibet und Nepal gesehen. Da habe ich meiner Schwester gesagt, da will ich mal hin. Das war natürlich für mich damals utopisch. Als mir dann 2013 in Marburg gekündigt wurde, habe ich mir überlegt, welchen Traum ich mir erfüllen möchte. Die erste Option war Nepal. Da habe ich meine Sachen gepackt und den Traum verwirklicht. Dort unterstütze ich ein Kinderdorf.

Sind Sie dann alleine unterwegs?

Kojic: Ich mache das alles immer alleine, weil ich da zur Besinnung komme. Ich bin auch ein passionierter Wanderer und den Jakobsweg gelaufen, 860 Kilometer – alleine.

Was hat Sie als Spielerin ausgezeichnet?

Kojic: Ich habe mit allen Mitteln versucht, Spiele zu gewinnen. Als Spielerin war ich unausstehlich. Mich hat immer geärgert, wenn Spielerinnen keine Einstellung hatten. Ich war in fast allen Mannschaften Käpt’n. Ich habe meinen Mund aufgemacht, um meine Mitspielerinnen und mich zu vertreten. Ich war sehr emotional, teilweise zu emotional. Das ist auch ein bisschen diese Jugo-Mentalität. Manchmal schieße ich über das Ziel hinaus, auch heutzutage noch. Das tut mir dann im Nachhinein auch leid. Aber im Eifer des Gefechts ist bei mir das Blut in Wallung, denn es geht darum, das Spiel zu gewinnen, nie jemandem wehzutun. Ich war immer zuverlässig als Spielerin. Meine Trainer und meine Mitspielerinnen konnten sich immer auf mich verlassen. Ich war ein Arbeiter, so wie in einem Bienenstock. Das habe ich mit Würde gemacht.

Gab es was Kurioses in Ihrer Karriere?

Kojic: Eine lustige Sache als Spielerin aus der Saison 1997/98. Da haben wir mit Marburg im Pokal in in Chemnitz gespielt, und fast alle hatten sich rausgefoult. Wir standen nur noch zu zweit auf dem Feld. Kirstin war eine junge Spielerin. Die war aufgeregt und hat angefangen, zu heulen. Ich habe ihr gesagt, dass sie damit aufhören solle und wir das jetzt hier machen würden. Sie hat den Ball zu mir eingeworfen, und die Chemnitzer waren so konsterniert, die wussten nicht, was sie machen sollten. Irgendwie haben wir das hingekriegt und gewonnen. Auf dem Weg dahin hatten wir noch einen Autounfall. Es hat alles nicht gepasst, bis auf das gewonnene Spiel mit zwei Frauen.

 

Kojic: Gesundheit, weil ich durch den jahrelangen Leistungssport enorme Probleme mit dem Rücken habe. Und in der Flüchtlingsproblematik – ich komme aus einem Land, das Krieg hinter sich hat – wünsche ich mir, dass die Leute ihre Herzen öffnen und das nicht alles so problematisch sehen. Im Basketball wünsche ich mir, dass wir weit genug von den Abstiegsplätzen wegbleiben. Die Mädels werden das auch machen. Da habe ich keine Zweifel.

BTI-Schülerinnen Anja Oehm und Charlotte Kohl schaffen Sprung in den Kader der U16-Nationalmannschaft

Nach dem DBB-U16-Nominierungslehrgang, der vom 13.-16.12.2015 in der Sportschule Bad Blankenburg/Thüringen stattfand,
wurden von den Bundestrainern 16 Spielerinnen auf die Kaderliste der U16-Nationalmannschaft gesetzt.Anja Oehm_Internet_PV8_8046

Von den fünf teilnehmenden Athletinnen des Hessischen Basketball Verbandes
schafften Anja Oehm (rechts) und Charlotte Kohl (beide TSV Grünberg/Team MitteCharlotte Kohl_PV8_Internet_8035lhessen)
den Sprung in den Bundeskader.

Beide Spielerinnen trainieren am Basketball Teil- und Vollzeitinternat in Grünberg und werden beim ersten Vorbereitungsturnier der U16-Nationalmannschaft vom 27.-29.12.2015 in Belgien bereits dabei sein. Die U16-Europameisterschaft findet vom 06.-16.08.2016 in Udine/Italien statt.

„Anja und Charlotte konnten in diesem Jahr bereits internationale Erfahrung in der U15- bzw. U16-Nationalmannschaft sammeln und somit kam die erneute Berufung für mich nicht überraschend. Dennoch freue ich mich sehr darüber und danke an dieser Stelle vor allem der Grünberger BTI-Cheftrainerin Aleksandra Kojic für ihre hervorragende Trainingsarbeit mit den beiden Internatsspielerinnen“, so ein zufriedener HBV-Landestrainer Ebi Spissinger.

Fotos: Peter Voeth

 

„BTI-Neujahrs-Camp“ vom 05.-07. Januar 2016 in Grünberg mit Aleksandra Kojic und Bundestrainer Stefan Mienack

Das Basketball Teil- und Vollzeit Internat Grünberg bietet vom 05.-07.01.2016
für alle Mädchen und Jungen (U10-U16) aller Leistungsklassen ein Trainingscamp
in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule in Grünberg an.Bender Baskets Gruenberg - Wolfpack Wolfenbuettel am 18.10.2015

Geleitet wird die 3-tägigen Veranstaltung (ohne Übernachtung) von der hauptamtlichen BTI-Cheftrainerin und letztjährige U20-Bundestrainerin Aleksandra Kojic, sowie Jugend-Bundestrainer Stefan Mienack. Darüber hinaus werden zahlreiche Jugendnational-spielerinnen bei den täglichen Trainingseinheiten, jeweils von 10:00 – 16:00 Uhr, als Camp-Coaches dabei sein.

Das Training findet in verschiedenen Leistungsgruppen statt und ist auf eine
Teilnehmer zahl von insgesamt 50 beschränkt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 75,–Euro und beinhaltet neben Training auf höchstem Niveau: Camp-Shirt; 3xMittagessen; Getränke und Snacks.

Anmeldung bei: Aleksandra.Kojic@gmx.de Siehe auch Flyer

Flyer BTI Basketballcamp 05.bis 07.01.2016 pdf